Living Wage Project

FAIR WAGES FOR ALL.

Existenzsichernde Löhne sind ein heißes Thema in der Modeindustrie. Deshalb haben wir uns mit drei Marken und einem unserer Zulieferer zusammengetan, um mit geballter Power ein einzigartiges Pilotprojekt zu starten.

Das Ziel: faire, existenzsichernde Löhne für alle Produktionsarbeiter*innen. Im Rahmen des Living Wage Projekts zahlt ARMEDANGELS seit Dezember 2021 einen Aufschlag, sodass die Arbeiter*innen einen fairen und existenzsichernden Lohn erhalten.

STORY HINTER DEN LÖHNEN

Globale Marken und ihre Manager machen Millionengewinne und beuten ihre Bekleidungsarbeiter*innen aus, indem sie ihnen kaum etwas zahlen. Die Lücke zwischen dem gesetzlichen Mindestlohn und einer fairen Bezahlung muss geschlossen werden, damit ihre Existenz gesichert werden kann. Durch fehlende arbeitsrechtliche Vorschriften und die hohe Nachfrage, hängt die Textilindustrie weit hinterher. Deshalb müssen wir an Lösungen arbeiten. Und das haben wir getan!

LÖHNE BEI ARMEDANGELS

Wir als Marke bezahlen keine direkten Löhne an die Textilarbeiter*innen, da wir keine Fabriken besitzen. Alle unsere Partner sind individuelle Fabriken. Wir zahlen für die Kleidungsstücke, die wir bei ihnen kaufen. Diese Preise müssen fair sein. Wir von ARMEDANGELS setzen auf ein hohes Maß an Transparenz und verlangen dies auch von unseren Partnern.

Wir haben uns in den letzten Jahren intensiv mit der Einführung unserer True Costing Methode beschäftigt, die Preisverhandlungen nahezu überflüssig und Lohnzahlungen so transparent wie möglich macht. Unser Ziel ist es, allen Lieferanten immer 20 % über dem Mindestlohn zu zahlen. Derzeit bewerten wir zweimal jährlich die tatsächlichen Löhne aller unserer Lieferanten. Denn es ist nur fair, wenn es für alle fair ist.

Julia Kirschner

Social impact manager at Armedangels

“Every movement starts with action. Bereits seit 2017 arbeiten wir mit einer radikalen offenen Preiskalkulation für alle unsere Produkte, um sicherzustellen, dass wir transparente Löhne zahlen und nicht dagegen verhandeln müssen.

Ich bin sehr stolz darauf, dass wir uns mit drei weiteren Brands zusammengeschlossen haben, um den Wandel mit noch mehr Power weiter zu beschleunigen. Im Rahmen dieses Pilotprojekts haben wir existenzsichernde Löhne für alle Textilarbeiter*innen bei unserem Zulieferer eingeführt, was einen erheblichen Unterschied für den Lebensunterhalt jedes einzelnen Arbeiters dort bedeutet.

Dieses großartige Projekt beweist, dass es sich lohnt für Veränderung zu kämpfen. Wir sind dankbar fantastische Partner mit an zu Bord haben, die uns bei dieser Mission unterstützen.”

Sandy Lang

NACHHALTIGKEITSMANAGERIN NUDIE JEANS

“Wir versuchen unsere Lieferkette unter dem Gender-Aspekt zu betrachten, denn die große Mehrheit der Textilarbeiterinnen ist weiblich. Die Erhöhung der Löhne ist eine Maßnahme, um die Position der Frauen in den Fabriken zu stärken. Seit vielen Jahren unterstützen wir die Betriebe mit verschiedenen Schulungen. Bereits bevor wir das Projekt bei Mergu gestartet haben, wurden die Fabrikleitung und die Beschäftigten zu einer Schulung zum sozialen Austausch animiert, um die Kommunikation zu stärken.”

Sandy Lang

NACHHALTIGKEITSMANAGERIN NUDIE JEANS

“Wir versuchen unsere Lieferkette unter dem Gender-Aspekt zu betrachten, denn die große Mehrheit der Textilarbeiterinnen ist weiblich. Die Erhöhung der Löhne ist eine Maßnahme, um die Position der Frauen in den Fabriken zu stärken. Seit vielen Jahren unterstützen wir die Betriebe mit verschiedenen Schulungen. Bereits bevor wir das Projekt bei Mergu gestartet haben, wurden die Fabrikleitung und die Beschäftigten zu einer Schulung zum sozialen Austausch animiert, um die Kommunikation zu stärken.”

CASSANDRA RHODIN

GRÜNDERIN & KREATIVDIREKTORIN mini rodini

“Die Bekleidungsindustrie ist ein schmutziges Geschäft: Die Fast Fashion Industrie produziert immer mehr billige Kleidung und den Preis dafür zahlen andere. Unser Living Wage Projekt garantiert existenzsichernde Löhne und zahlt den Textilarbeiter*innen einen zusätzlichen Bonus. Ich glaube nicht, dass wir etwas Gutes tun. Wir handeln lediglich so, wie alle Unternehmen es machen sollten. Die Menschen haben ein Recht darauf, von ihrem Gehalt leben zu können."

CASSANDRA RHODIN

GRÜNDERIN & KREATIVDIREKTORIN mini rodini

“Die Bekleidungsindustrie ist ein schmutziges Geschäft: Die Fast Fashion Industrie produziert immer mehr billige Kleidung und den Preis dafür zahlen andere. Unser Living Wage Projekt garantiert existenzsichernde Löhne und zahlt den Textilarbeiter*innen einen zusätzlichen Bonus. Ich glaube nicht, dass wir etwas Gutes tun. Wir handeln lediglich so, wie alle Unternehmen es machen sollten. Die Menschen haben ein Recht darauf, von ihrem Gehalt leben zu können."

Die Kampagne "Good Clothes, Fair Pay" ist eine Bürgerinitiative. Modemarken und Einzelhändler waren nicht an der Entwicklung der Forderungen und des Gesetzesvorschlags der Kampagne beteiligt.

CREDITS Regie: Anna Ginsburg Illustratorin: Viktoria Cichoń Produktionsfirma: Strange Beast Tontechniker: George Grinling

FAQ

Ein existenzsichernder Lohn deckt die Ausgaben von Arbeiter*innen, zur Sicherung der Grundbedürfnisse. Der gesetzliche Mindestlohn wird durch nationale Bestimmungen festgelegt und erfüllt nicht die Anforderungen an eine grundlegende Lebensqualität. Arbeitnehmer*innen sind deshalb oft zusätzlich auf staatliche Programme angewiesen. 

Das ist eine gute Frage. Wir haben bei unserem Produzenten Mergu nachgefragt und Antworten bekommen. Aufgrund der steigenden Preise und der Inflation haben die Arbeitnehmer*innen zunehmend Schwierigkeiten mit ihrem Lohn Lebensmittel, Kleidung und ihre Miete abzudecken. Die Bonuszahlungen des Living Wage Projekts bieten eine finanzielle Entlastung. So haben sie am Ende des Monats noch Geld übrig: Rukiye konnte sich dadurch einen Ausflug ans Meer leisten, Nezahat nutzt das zusätzliche Geld für die Ausbildung ihrer Töchter und Hakan kann seine Schulden begleichen.

Zusammen mit Nudie Jeans, Mini Rodini, Kings of Indigo und unserem gemeinsamen Lieferanten Mergu, haben wir das Living Wage Projekt implementiert. Wir sind motiviert, dieses Projekt in den kommenden Saisons langfristig fortzusetzen. Mithilfe neuer Programme, wie die Fair Price App der Fair Wear Foundation, planen wir die Berechnungen hinter dem Projekt zu vereinfachen. 

Wir freuen uns, dass Du mehr über dieses wichtige Thema erfahren möchtest.

Fashion Revolution hat die Initiative "Good Clothes Fair Pay" ins Leben gerufen. Eine europäische Bürgerinitiative, die gesetzliche Regelungen für existenzsichernde Löhne in der Textilindustrie fordert. Hier kannst Du mehr erfahren und die Kampagne unterstützen.