Corona-Diaries oder jetzt erst recht: Made to make a difference!

Schlechte Nachrichten rund um Corona haben wir alle die letzten Monate genug gelesen, deswegen blättern wir heute mal durch unser Tagebuch und teilen die Ereignisse, mit denen wir ‘was Positives bewegen konnten. Aktionen, die zeigen, dass Solidarität niemals aus der Mode kommt. Denn nicht umsonst schreiben wir uns auf die Fahne: Made to make a difference!

Shops geschlossen, Angestellte auf Kurzarbeit und generell eher weniger Bock auf Mode – muss man wirklich noch groß erklären, dass die Auswirkungen von Covid-19 auch auf die Textil- und Modeindustrie katastrophal sind? Nach wie vor sind Existenzen gefährdet und die Ressourcenverschwendung durch Nicht-Auslieferung von schon produzierten Waren ist ein weiterer Schlag ins Gesicht von Mutter Erde. Die negativen Folgen von Corona – auch für unser Unternehmen – sind divers, doch der Grundsatz von ARMEDANGELS ist dafür um so klarer, Menschen und Planeten immer an erste Stelle zu setzen.

Martin Höfeler, unser CEO und Gründer bringt unsere Situation folgendermaßen auf den Punkt: „Mit Beginn der Pandemie haben wir natürlich an die wirtschaftlichen Auswirkungen für uns als Unternehmen, unsere Mitarbeiter*innen und unsere Partner*innen gedacht, aber vor allem auch an unsere soziale Verantwortung. Und das über Grenzen hinweg, denn dies ist eine globale Krise. Probleme werden für alle kleiner, wenn alle ein Stück daran mittragen. Wir für den Handel, der Handel für uns und wir für die Produzenten.“

Los geht’s in den Corona-Diaries mit einer kuhlen Aktion im Juli:

Wir spenden Kühe. Warum? Am härtesten trifft die Pandemie ja die Menschen, die eh schon wenig zum Leben haben. Bio-Baumwollbauern*innen in Indien verdienen ungefähr 3 Euro am Tag – vorausgesetzt sie haben Saatgut, können das Land vorbereiten und dann auch aussäen. Durch Covid-19 und die Lockdowns in den Städten sind die Arbeitsschritte allesamt gefährdet und die Landwirte*innen verdienen wenig bis gar kein Geld und können ihre Familien kaum ernähren.

Schon vor etwa zwei Jahren haben wir die ARMEDANGELS Organic Farmers Association gegründet, um Kleinbauern*innen in Indien zu helfen, von konventioneller Baumwolle auf Bio-Baumwolle umzustellen und genau die, die Teil des Programms sind, haben wir nun im ersten Schritt mit Kühen versorgt. Denn unsere Partner*innen schilderten uns dramatische Familienszenen. 

Die Betroffenen wissen nicht weiter, denn so eine Pandemie mit langanhaltenden Folgen gab es nie zuvor. Als wir nachgefragt haben, wie wir denn am besten und unkompliziertesten helfen können, erklärten sie uns mit Kühen. Denn es kann natürlicher Dünger gewonnen werden, aber vor allem dient die Milch der eigenen Ernährung und kann an Nachbarn und auf dem lokalen Markt weiterverkauft werden. So entsteht ein sicheres Einkommen in diesen unsicheren Zeiten.

Wir sind super glücklich, dass wir so schnell und unkompliziert helfen konnten. Für uns ist der Verzicht klein, wenn wir vergleichen was dies für unsere Partner*innen in Indien bedeutet! Und hey, wer kann von sich behaupten: ich habe schon mal eine Kuh gespendet.

Corona Socks

In einer Krise kann man auch immer eine Chance sehen. Drei Freunde aus Guimarães taten dies, indem sie auf die Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit durch Corona mit der Produktion von Statement-Socken reagierten. Sie gründeten das Label PANDEMIA – ein Wortspiel aus Socke auf Portugiesisch und Pandemie. Wir haben von den Freunden unserer Produzenten*innen in Portugal gehört und da wir immer gute Ideen unterstützen und versuchen, unseren Partnern*innen zu helfen, machen wir jetzt gemeinsame Sache: Die frechen Socken gibt’s als Limited Edition #coronsucks kurzfristig im ARMEDANGELS Shop.

Shop Corona Socks

Eine grünere Zukunft – haben wir einen Deal?

Nächstes Kapitel: Die Klimakrise pausiert nicht aufgrund der Pandemie! Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, ist die Mehrwertsteuer in Deutschland für sechs Monate gesenkt worden – aber was hat der Planet davon? Sorry not sorry: Wir werden in diesem halben Jahr die Preise unverändert lassen, um in den Klimaschutz investieren zu können! Wir nennen das „The Greener Deal“

Jeden Monat geht die Differenz an eine Organisation, die sich aktiv gegen den Klimawandel einsetzt. Dafür wählen wir bis zum Jahresende jeden Monat eine NGO aus, die aktiv Maßnahmen ergreift. Sind wir mal ehrlich, uns geht es im Moment allen besser als dem Planten, auf dem wir leben – also lasst uns abgeben.

Spendenknaller Maske – über eine halbe Million Euro!

Diese guten Neuigkeiten werden noch besser: Wir haben Anfang April einen Mund-Nasen-Schutz auf den Markt gebracht, dessen Verkauf mit einer Spende von je 2 Euro an Ärzte ohne Grenzen verbunden ist. Denkt mal zurück, als Masken Mangelware waren und unserer Meinung nach auch teils zu absurden Preisen verkauft wurden – da mussten wir als Textilhersteller handeln und nach einer fairen und nachhaltigen Lösung suchen.

Ganz klar, es war alles andere als einfach, kurzfristig unsere Produktion umzustellen und ohne Erfahrungswerte Masken herzustellen – aber wir haben es geschafft und könnten nicht mehr stolz sein auf das Ergebnis: Wir kommen unserem Ziel von 1 Million Euro Spende an Ärzte ohne Grenzen immer näher, um die großartige Arbeit derer zu unterstützen, die in den größten Krisengebieten vor Ort helfen. Die noch nie dagewesene Spendensumme darf natürlich auf keinen Fall im Tagebuch-Auszug hier fehlen.

Shop Masken

Bestehende Aufträge zu canceln, ist unverantwortlich.

Viele Fast Fashion Unternehmen haben mit Beginn der Krise Aufträge kurzfristig gestoppt – geht gar nicht. Denn wirklich existenzgefährdend ist es am anderen Ende, genauer gesagt am Anfang der Lieferkette: Wenn die Textilhersteller auf ihren Waren sitzen bleiben, wenn geplante Produktion von heute auf morgen stoppen. Wenn Textilarbeiter*innen nicht mehr bezahlt werden können. Deswegen war uns schon am Anfang der Krise klar, dass wir für unsere Zulieferer verlässlich bleiben (müssen). 

Wir haben unseren Produzenten*innen und Zuliefern sofort versichert, dass wir keine Bestellungen stornieren. Und dass wir sie nicht im Stich lassen. Unsere Lösung, um die Krise als Unternehmen stemmen zu können: Wir haben unsere Auslieferung an den Handel verschoben und unsere Händler mit verschiedenen Corona-Maßnahmen unterstützt. Denn bei uns geht es schließlich nicht um kurzfristige Trends, unsere Mode ist auch zu einer späteren Auslieferung tragbar und genau richtig.

Alliance – support your local businesses

Noch so eine Maßnahme, die wir direkt ganz am Anfang der Pandemie ergriffen: Wisst ihr noch, als alle Läden plötzlich schließen mussten? Da haben wir die ARMEDANGELS Alliance auf die Straße gebracht: Die #-Aktion war eine Soforthilfe-Initiative für kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige aus Handel und Gastronomie. Damit wollten wir kleine Läden, Cafés und Bars – unsere und eure Lieblingsplätze halt – unterstützen. Via Social Media wurden Lieblingsläden nominiert und eine Kette des Support ins Leben gerufen.

Das Zurückblättern macht doch Mut.

Auch wenn die Situation nicht leicht ist und wir nicht wissen können, wie der nächste Eintrag in die Corona-Diaries aussehen wird, können wir doch für unsere nächste Aktion selbstsicher voraussagen: Made to make a difference. Denn wir halten auch in der Krise an unseren Werten und Grundsätzen fest. Ansonsten wäre unser Claim nur leere Worte!