Größe auswählen
EINE NACHRICHT VON MARTIN
Vor zwei Wochen habe ich Verantwortung dafür übernommen, dass wir unseren eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden sind. Dieses Versprechen gilt weiterhin, und das ist der aktuelle Stand.
Die vergangenen Wochen waren unangenehm, und das sollten sie sein. Ich habe viel Zeit damit verbracht, zuzuhören: ehemaligen und aktuellen Kolleg:innen sowie Menschen, denen wichtig ist, wofür ARMEDANGELS steht. Einiges davon war schwer auszuhalten, notwendig war es trotzdem.
Auf einen Punkt möchte ich offen eingehen. Im Kern galt die Kritik der Führung: darum, wie Entscheidungen getroffen, wie Menschen behandelt und wie konsequent unsere Werte gelebt wurden, die wir von allen anderen einfordern. Im Zuge unseres Wachstums habe ich das nicht immer richtig gemacht. Es liegt bei mir und in meiner Verantwortung, das zu verändern.
Wir setzen das weder still noch allein um. Gemeinsam mit einer unabhängigen externen Beratung konzentrieren wir uns auf vier Schwerpunkte:
- Sicherstellen, dass unsere Werte gelebt werden, nicht nur auf dem Papier.
- Führung, Feedback und Verantwortlichkeit stärken.
- Vertrauen aufbauen durch klarere Zuständigkeiten und bessere Zusammenarbeit.
- Erkenntnisse in messbare Maßnahmen überführen.
Diese Arbeit hat bereits begonnen. Fortschritt ist nichts, was wir ankündigen. Er wird sichtbar durch das, was wir tun und wie wir entscheiden.
ARMEDANGELS wäre nicht das, was es ist, ohne die Menschen, die uns unterstützen, herausfordern und an uns glauben. Unsere Mitarbeiter:innen, unsere Kund:innen, unsere Partner:innen und unsere Community haben uns an unseren eigenen Ansprüchen gemessen, und das zu Recht. Diese Erwartungen sind wichtig, und sie helfen uns, besser zu werden.
Die vergangenen Wochen haben mich auch mit Fragen zurückgelassen, auf die ich keine einfachen Antworten habe. Wie kann ein Unternehmen wachsen, ohne seine Werte zu verlieren? Wie hält man Ambitionen hoch, ohne unnötigen Druck zu erzeugen? Wie bringt man die Erwartungen eines Unternehmens und die der Menschen, die sie ermöglichen, in Einklang? Diese Fragen betreffen nicht nur uns, sondern unsere gesamte Branche. Ich denke nicht, dass sie sich mit einer Pressemitteilung beantworten lassen, und auch nicht, dass wir sie allein beantworten sollten. Vielleicht sollten diese Fragen laut gestellt werden? In den kommenden Wochen werden wir diese Gespräche weiterführen.
Verantwortung endet nicht mit Worten. Sie beginnt mit dem, was wir als Nächstes tun, und daran werden wir gemessen.
Martin Höfeler Founder & CEO, ARMEDANGELS